Politische Forderungen

Landesweite Forderungen
des Lesben-, Schwulen- und Queerpolitischen Runden Tisches Sachsen-Anhalt (LSQpRT) anlässlich der CSDs 2020
(beschlossen auf der Mitgliederversammlung des LSQpRT am 19.02.2020)

1. Fortschreibung des Landesaktionsprogramms zur Akzeptanz von LSBTIQ für den Zeitraum ab 2021 unter Beteiligung des LSQpRT und auskömmliche Finanzierung der Umsetzung des Programmes
 
2. Verstärkte Landesförderung von Community-basierten Angeboten zur Beratung/Unterstützung von LSBTIQ und deren Angehörigen sowie zur gesamtgesellschaftlichen Akzeptanzförderung; verstärkter Fokus auf inter- und transgeschlechtliche Menschen sowie LSBTIQ-Geflüchtete
 
3. Verstetigung und auskömmliche Finanzierung der unabhängigen Landeskoordinierungsstellen für LSBTIQ-Belange und Ausbau zu Landesfachstellen
 
4. Bildung zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt an allen Schulen sowie in Kinder-und Jugendhilfe durch Anpassung von Rahmenvorgaben, kontinuierlichen Angeboten in der Aus-und Fortbildung sowie Implementierung in pädagogischen Praxis
 
5. Hauptamtliche LSBTIQ-Ansprechperson bei der Polizei und den Staatsanwaltschaften
 
6. Abschaffung der Kennzeichnung "ANST" von Menschen mit HIV, HBV und HCV in sachsen-anhaltischen Polizeidatenbanken und Löschung aller in diesem Kontext gespeicherter Daten
 
7. Beendigung der Finanzierung von Diskriminierung jeglicher Art
 
8. Maßnahmen zur Beseitigung der strukturellen Diskriminierung von LSBTIQ-Personen in Behörden und staatlichen Institutionen
 
Forderung vom und für den CSD Halle:

Queere Organisationen in Sachsen-Anhalt tragen aktiv zur Förderung von Vielfalt, Offenheit und Demokratie in der Gesellschaft bei - diese Strukturen muss die Politik bei der Bewältigung der Corona-Krise schützen. Aufkommende Verteilungs- und Nützlichkeitsdebatten dürfen nicht auf dem Rücken von LSBTIQ ausgetragen werden.